Gelassenheitstraining für (junge) Reitpferde
Sicherheit fängt am Boden an
Ein verlässliches Reitpferd entsteht nicht erst im Sattel – sondern schon lange davor. Gelassenheitstraining ist ein zentraler Baustein in der (Jung-)Pferdeausbildung, denn es bereitet dein Pferd auf all die Reize vor, die ihm im Alltag begegnen können. Je ruhiger und sicherer es damit umgeht, desto entspannter und sicherer wird auch das spätere Reiten.
Mit System und Mitbestimmung
Wir setzen dabei bewusst auf die Mitbestimmung des Pferdes über ein Kooperationssignal, wie z.B. die Berührung des Start-Buttons. So kann das Pferd aktiv mitbestimmen, ob es für den nächsten Trainingsschritt bereit ist oder ob es noch ein paar Durchgänge mit dem aktuellen Trainingsschritt braucht. Das Tempo des Trainings wird also vom Pferd festgelegt – das steigert nicht nur das Vertrauen, sondern macht das Lernen für beide Seiten deutlich angenehmer.
Und ja, Kooperationssignale können nicht nur mit Pferden genutzt werden. Auch die Kuh Bibiche schätzt ihren Start-Button und ihr Mitbestimmungsrecht im Training 😉.

Was geübt wird
Bevor wir überhaupt ans Aufsteigen denken, üben wir gezielt viele verschiedene Situationen wie ungewohnte Geräusche, Decken und Sattel auflegen, Angurten oder flatternde Jacken oder Dinge, die vom Pferd fallen.
Ziel ist, dass dein Pferd diese Reize als ungefährlich kennenlernt – und dabei entspannt bleibt.
Ein Beispiel dazu siehst du auf dem folgenden Foto. Nina zieht einen gelben Schlauch hinter sich her, der manchmal in den Bodenunebenheiten etwas hängen bleibt. Der Schlauch bewegt sich für Amadeus nicht vorhersehbar und macht durch das Rascheln im Gras komische Geräusche. Amadeus lernt, dabei entspannt neben Nina herzugehen.

Struktur schafft Sicherheit
Das Training folgt einem klaren Plan. Wir steigern die Anforderungen nur so weit, wie das Pferd sicher mitkommt. Diese strukturierte Vorgehensweise deckt möglichst viele potenzielle Alltagssituationen ab – denn draußen weiß man nie, was einem begegnet.
Ein Plus an Sicherheit – gerade für ängstige Reiter oder Einsteiger
Gelassenheitstraining ist nicht nur ein „Nice-to-have“. Es ist ein Sicherheitsfaktor – besonders wichtig, wenn du erst spät mit dem Reiten angefangen hast, gesundheitlich nicht ganz so fit bist oder dich im Sattel (noch) nicht als Profi bezeichnest. Ein Pferd, das auf unerwartete Reize ruhig reagiert, gibt dir die nötige Sicherheit und sorgt dafür, dass ihr beide entspannt und sicher unterwegs seid.
August 2025
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